Zweiter Einsatz im ChemChem

Zweiter Einsatz im ChemChem

31.07.2013

Diesmal war voller Körpereinsatz gefragt. Wir haben die Leute unterstützt, indem wir mit angepackt und ihnen Schweizer Präzision in Listen und Lagerräume gebracht haben.

So hiess es, neue Lagerräume mit Gestellen bauen, diese ein- und umräumen und zum Schluss Lagerlisten erstellen.

Da es gerade anfangs Winter war, herrschten angenehme Temperaturen für solche Arbeiten. Jedoch war es nicht ganz ungefährlich. Man weiss eben nie, ob sich eine Schlange hinter einer Schachtel, oder ein Skorpion in einer Schachtel gerade schlafen gelegt hat. Spinnen und andere Insekten gehören sowieso dazu, da schreit niemand auf. 

 

Die Schweizer Ordnung wird von den Tansaniern sehr geschätzt. So sehr, dass uns der Werkstattchef gefragt hat, ob wir seinen Werkstatt-Container aufräumen helfen.

Einmal mehr ist mir aufgefallen, wie dankbar die Menschen dort sind und Ratschläge sehr gerne annehmen.

Ob sie diese nach ein paar Wochen noch umsetzen, ist eine andere Sache. Doch wie sagt man so schön? Steter Tropfen höhlt den Stein. Wichtig ist, sie immer wieder auf dieselben Dinge aufmerksam zu machen, damit sie Schritt für Schritt ans gewünschte Ziel kommen.

Ich war tief beeindruckt, wie lebensfroh die meisten Menschen sind. Immer ein Lachen oder einen Spruch auf den Lippen. Und sie haben die Gabe, die Dinge so zu nehmen wie sie sind.

 

Unsere Aufgabe vor Ort ist es, die Leute zu unterstützen, dass sie einen professionellen Job erledigen können. Und die Gäste sind zufrieden und unterstützen die LifeWildLife Foundation. Aus dieser Foundation entstand eine Schule, die den Kindern die Chance auf Bildung ermöglicht. Wie brennend notwendig dies ist, zeigen Fragen wie “Wenn eine schwarze schwangere Frau in deine Heimat fährt, kommt ihr Kind dann weiss zur Welt?“. Das hört sich für uns vielleicht lustig an, doch im Grunde ist es traurig. Vor allem, wenn ein 50 Jahre alter Mann diese Frage stellt, eben weil es an Aufklärung und/oder schulischer Bildung fehlt.

 

Als ich ChemChem das erste Mal besuchte, wurden 45 Mitarbeiter beschäftigt. Heute sind es bereits 75 Personen und mit dem neuen Buschcamp werden weitere dazukommen.

Es ist schön mit anzusehen, wie durch gezielte Förderung ein Abwascher zum Hilfskoch aufsteigen kann und so seinem Traum vom Koch bereits einen grossen Schritt näher gekommen ist.


ChemChem heisst übrigens „die Quelle“, was ich für diesen Ort sehr passend finde.


Hier ein Einblick in die Schule, welche vor kurzem ein einmalig buntes „Kleid“ bekommen hat.







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