Vergleiche dich – mit niemand anderem als mit dir selbst.

Vergleiche dich – mit niemand anderem als mit dir selbst.

12.09.2018

Den diesjährigen Reusslauf bin ich bis auf ein paar Sekunden gleich schnell gelaufen wie vor sechs Jahren. Jetzt könnte ich sagen; wuäää trotz dem vielen Trainieren bin ich nicht schneller geworden. Oder ich sage; wow, immer noch so fit wie vor sechs Jahren!

Natürlich könnte ich mich auch mit den Resultaten meiner Sportfreunde vergleichen – doch es bringt nichts.

 

Schon unsere Eltern verglichen uns mit den Geschwistern oder den Nachbarskindern: Wer früher keine Windeln mehr brauchte, wer als erstes das Fahrradfahren beherrschte oder wer zuerst sprechen konnte. Um nur einige beliebte Vergleiche zu nennen. 

Mit Beginn der Schulzeit wurde das Vergleichen zum Alltag. Wir stiegen aktiv ein in diesen Vergleichswettbewerb und der ging so: Erika schreibt viel schöner. Paul hat die besseren Mathenoten. Ruedi bekommt doppelt so viel Taschengeld. Und so weiter und so fort..

 

Und obwohl wir damals schon merkten, dass uns das ständige Vergleichen nicht gut getan hat, praktizieren wir es ständig. Doch jeder Vergleich zeigt nur die halbe Wahrheit, da wir von den andern nie so viel wissen wie von uns selbst. Sprich wir vergleichen Äpfel mit Birnen.

 

Warum vergleichen wir uns? Zudem meist mit Personen, an die wir «vermeintlich» gar nicht rankommen. Ist es überhaupt erstrebenswert, so zu sein wie die anderen?

Meine Schulfreundin, die mit dem vielen Taschengeld, war oft alleine zu Hause und musste viel bei der Hausarbeit mithelfen. Der Klassenbeste rauchte bereits mit dreizehn seine 20 Zigaretten am Tag und die «Schönschreiberin» musste ihr Kinderzimmer mit zwei Geschwistern teilen. 

Solche Dinge erfahren wir oft erst später und plötzlich wird vieles relativiert. 

 

Je älter wir werden, desto offensichtlicher wird es, dass es unsinnig ist zu vergleichen. Wir haben unterschiedliche Ausbildungen und individuelle Lebenserfahrungen gemacht. Der Vergleich mit anderen hilft uns weder bei unserer Zielerreichung noch bei der Entwicklung. 

 

Man weiss aus dem Schulalltag, dass wenn die Leistungen der Kinder mit denen ihrer Freunde verglichen werden, dies erfolgshemmend ist. Wenn jedoch die heutige Leistung eines Kindes mit seiner gestrigen Leistung verglichen wird, sprich die eigene Entwicklung im Fokus steht, dass dies motivierend und erfolgsfördernd ist.

  

Setzen Sie sich persönliche Ziele und schauen Tag für Tag, wie viel Sie davon schon erreicht haben. Zum Beispiel, ob Sie heute besser geworden sind mit «Nein sagen als gestern».

 

PS: Hier noch ein Buchtipp dazu: Jordan B. Peterson «12 Rules for life – Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt - Dieses Buch verändert Ihr Leben!» ISBN 978-3-442-31514-7




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