Kommunizieren Sie schon oder floskelieren Sie noch?

Kommunizieren Sie schon oder floskelieren Sie noch?

30.05.2018

«Sind Sie soweit?» und «Sind Sie fertig?», solche Auftakt- und Abschlussfragen aus dem Restaurant kennen Sie bestimmt auch bestens. Unsinnige Sätze, Worthülsen, die keinerlei Emotionen auslösen. Und wenn doch, dann eher negative.


«Haben Sie es gefunden?» ist eine beliebte Standardfrage beim ersten Kundentermin. Am Telefon, nachdem wir aus der Warteschlaufe geholt werden: «Sind Sie noch da?». Diese Frage provoziert bei mir Antworten wie: «Nein, ich bin gerade unter den Tisch gefallen.».


Gewisse Standardsätze machen durchaus Sinn, weil sie der Höflichkeit dienen. Zum Beispiel die Frage im Zug «Ist hier noch frei?». Doch auch diese Frage kann man aktiver formulieren: «Darf ich mich hier hinsetzen?».

 

Kunden begeistern, Beziehungen aufbauen und verblüffen. Das ist das Motto in vielen Unternehmen. Damit dies wirklich und nachhaltig gelingt, braucht es die passende Kommunikation der Mitarbeitenden:

 

Im Restaurant beim Bestellung entgegennehmen: «Was dürfen wir heute für Sie zubereiten?» und beim Abräumen: «Darf ich ein Kompliment in die Küche bringen?».

 

Am Telefon nach der Warteschlaufe: «Frau Weber, herzlichen Dank fürs Warten.».

Zum Glück wird dies schon in vielen Unternehmen so praktiziert.

 

Beim Kundentermin: «Haben Sie uns schnell/einfach gefunden?». Jedoch nur, falls Ihr Büro wirklich nicht einfach zu finden ist.

Ansonsten ist einladender: «Schön, dass Sie hier sind. Waren Sie schon einmal in dieser Gegend/in der Nähe?».

 

Überlegen Sie sich, was beim Gegenüber Emotionen auslöst. Was interessiert Sie wirklich, was bringt die Beziehung weiter? Stellen Sie sich selber einmal die Fragen, die Sie anderen stellen. Hinterfragen Sie kritisch, ob Sie selbst auf diese Fragen gerne antworten würden.

 

Die meisten Floskeln sind Verlegenheitssätze. Genauer betrachtet sind es doofe Fragen, die weder dem Fragesteller noch dem Befragten etwas bringen.

 

Und dann gibt es noch unzählige, nichtssagende Worthülsen, welche wir gerne in unsere Sätze einstreuen: Eigentlich, irgendwie, vielleicht, relativ, grundsätzlich, unter Umständen, wahrscheinlich…

 

Streichen Sie auch diese Worthülsen aus Ihrem Repertoire. Sprechen Sie konkret. So werden Sie greifbar und hinterlassen einen Eindruck.

 

Tipp: Überlegen Sie, welche Standardfragen und Äusserungen sich in Ihren täglichen Sprachgebrauch eingeschlichen haben. Machen sie Sinn oder gäbe es knackigere Botschaften, wenn ja welche?




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Ich bin keine Astrologin und kann trotzdem einiges vorhersagen..

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